Sexismus im Alltag

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Mit einem kritischen Blick im Alltag wirst du bemerken, dass Sexismus viel öfter vorkommt, als du es vielleicht für möglich gehalten hast. Wahrscheinlich hast du gar nicht so wenige der Situationen, die wir hier ausgewählt haben, schon einmal selbst erlebt.

Was ist Sexismus?

Unter Sexismus wird allgemein jegliche Diskriminierung oder Benachteiligung aufgrund des Geschlechts verstanden. Darunter fallen klischeehafte Darstellungen auf Werbetafeln genauso wie sexuelle Übergriffe. Prinzipiell wird der Begriff im Zusammenhang mit diskriminierendem Verhalten gegenüber Frauen* verwendet, denn diese sind es, die beispielsweise in Bars begrapscht werden, deutlich weniger im Beruf verdienen und ständig von der Werbeindustrie als sexualisierte Objekte dargestellt werden.

Wo kommt Sexismus vor?

Schon hinter einer einfachen, oft als Scherz gemeinten Bemerkung wie "... ja eh klar, du bist ja eine Frau/ein Mann!", steckt bei genauerer Betrachtung sexistisches Denken. Aussagen dieser Artentspringen Rollenvorstellungen, die oft einschränkend sein können und zum Ausschluss von Menschen führen, die ihnen nicht entsprechen. Dass wir im Alltag nicht nur emotionalen, leisen, einfühlsamen Mädchen, oder starken, lauten Jungen, die nie weinen, begegnen, ist eigentlich nichts Neues. Diese Rollenbilder werden uns von klein auf eingetrichtert, sind gesellschaftlich bestimmt und deshalb auch veränderbar. Daher kommen auch die unterschiedlichen Interessen, Eigenschaften und Fähigkeiten, die Männern und Frauen nachgesagt werden, nicht von ungefähr. Rollenkonformes Verhalten wird uns von Kindheit an in der Familie, in der Schule und sämtlichen anderen Lebensbereichen vorgelebt. Dadurch verinnerlichen wir diese Rollenbilder und nehmen sie als natürlich und unumgänglich wahr, was sie aber keinesfalls sind.

"Sei schön! Sei sexy! Sei weiblich!"

Andauernd werden wir im Alltag mit den verschiedensten Medien konfrontiert. Sei es das Fernsehen, das Radio, das Internet, Zeitungen, Zeitschriften, Werbeplakate und was es da noch so alles gibt. Durch die massive Präsenz im alltäglichen Leben haben die Medien einen enormen Einfluss auf uns alle. Mit Bildern, Schrift und Ton reproduzieren sie die gängigen Rollenbilder. Die Bilder von schönen, schlanken Frauen und muskulösen, starken Männern bestimmen unsere Vorstellung von Schönheit und greifen damit unser Selbstwertgefühl an.

Sexualisierte Gewalt

Sexismus zeigt sich nicht nur anhand von nervigen Witzen und Bemerkungen, sondern äußert sich erschreckend oft in Gewalt gegen Frauen und sexualisierter Gewalt. Der Begriff sexualisierte Gewalt meint nicht nur Vergewaltigungen, sondern auch jede andere sexualisierte Handlung, die gegen den Willen einer der beteiligten Personen passiert. Darunter fällt zum Beispiel auch, jemanden zum Sex zu überreden oder auf eine andere Weise Druck auszuüben. Das bedeutet konkret, dass eine Handlung auch dann gegen den Willen einer der beteiligten Personen gewesen sein kann, wenn diese nie ausdrücklich Nein gesagt hat. Ob eine Situation eine Grenzverletzung darstellt, kann nur die betroffene Person selbst entscheiden. Sexualisierte Gewalt passiert am häufigsten im vertrauten Umfeld des Opfers, das heißt im Freund_innen- und Bekanntenkreis, in der Familie und sogar oft in partner_innenschaftlichen Beziehungen. Bei solchen Übergriffen sind mit Abstand der Großteil der Opfer Frauen, was ein Resultat der gesellschaftlichen Machtverhältnisse ist.

"Pfoten weg von meinem Arsch!"

Die meisten Frauen fühlen sich unwohl, wenn sie in der Nacht alleine unterwegs sind. Welche Frau hat nicht schon einmal eine lästige Anmache erlebt oder wurde gar von bekannten oder wildfremden Männern begrapscht. Derartige Vorkommnisse stellen sexuelle Belästigung dar und dürfen auf keinen Fall toleriert werden. Am besten ist es, sie direkt und laut anzusprechen. In diesen Fällen ist Unterstützung gefragt, die du als Betroffene ruhig einfordern kannst und als Beobachter_in anbieten solltest. Auch hier gilt wieder: Ob eine Grenzverletzung vorliegt, kann nur die Person entscheiden, die davon betroffen ist.

„Wenn ich groß bin, werde ich Astronautin“

Gerade in Bezug auf die Arbeitsteilung lassen sich sexistische Strukturen besonders klar erkennen: Frauen* verdienen immer noch wesentlich weniger als Männer*. Sie haben auch bei gleicher Qualifikation deutlich schlechtere Chancen auf beruflichen Aufstieg, und verrichten noch immer den Großteil der im Haushalt und der Betreuung von Kindern, Pflegebedürftigen und älteren Personen anfälligen, unbezahlten Arbeit. Branchen, in denen vermehrt Frauen tätig sind, wie zum Beispiel als Kindergartenpädagoginnen*, Verkäuferinnen* oder Reinigungspersonal, erfahren zudem weniger gesellschaftliche Wertschätzung und zeichnen sich durch allgemein deutlich niedrigere Löhne aus.

Sexismus ist leider für viele Frauen* alltäglich und kommt in diesen und noch vielen weiteren Lebensbereichen vor. Ändern kann sich das nur, wenn mehr Menschen mit offen Augen durch leben gehen und eingreifen. Also lass dir nichts gefallen! 

 

Kommentare

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es ist idiotisch einen

es ist idiotisch einen solchen text wie oben zu veröfentlichen

da hast du recht

da hast du recht

Wie wäre es, wenn ihr euch auf richtige Probleme konzentriet!

Hallo!

Macht doch etwas gegen das Gift in der Zahnpaste. Gib bei der Suche im Internet "Gift Zahnpaste" ein. Oder kämpft gegen den Codex alimentarius. Dort wird uns das Essen, und die Gifte im Essen vorgeschrieben. Kämpft gegen Apartam. Das zerfällt beim Trinken in Metylalkohol und in Formaldehyd. Kämpft gegen die Pharmalobby die die Welt beherschen. 

Das sind Sachen gegen die es zu Kämpfen gibt!!

Gerhard

 

Warum machst du nicht selbst

Warum machst du nicht selbst was? Dein Interesse an Chemie in Ehren, aber gerade unter einen Text der sich mit Sexismus befasst zu posten, mensch solle sich um "richtige" Probleme kümmern wirkt schon so als möchtest du Leuten absprechen ihre eigenen Probleme zu erkennen und zu lösen. Gerade wenn Typen das beim Thema Sexismus tun hat das halt eine lange patriachale Tradition.

Für mich ist es halt kein

Für mich ist es halt kein richtiges Problem ob man Fahrer oder Fahrer/in schreiben soll. Ebenso so soll das Wort Mutter abgeschafft werden.  Das sind wirklich keine Probleme. Das Wort Mutter abschaffen ist reiner Schwachsinn. Muss ich dann sagen, femininer Elternteil darf ich.....

Aber wenn es unsere Gesundheit geht, sollte man schon nachdenken. Und es ist wichtig, das man Genmanipulierte Speisen kennzeichnen sollte. Nicht wie es der Codex Alimentarius vorschreibt!

Grüße

Lies dir den Artikel nochmal

Lies dir den Artikel nochmal durch... das Wort mutter will hier niemensch abschaffen. Das Patriarchat - also die Vormachtstellung der einen (männlichen ) Hälfte der Menschen über die andere (weibliche) schon.

Wieso müssen Probleme gegeneinander aufgewogen werden? Wieso sagen, eines ist wichtig, das andere nicht? wieso kann mensch nicht gegen gentechnik und gegen sexismus arbeiten?

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